Entwicklungszusammenarbeit

Diakonie als glaubwürdiger Dienst am Nächsten ist eine der Hauptvollzüge der Kirche. Wird dieser «Nächste» räumlich eng gefasst, so sind es insbesondere die Sozialberatung des Pastoralraums Emmen-Rothenburg, die Pfarrei- sowie die Spezialseelsorge (wie Notfall- oder Spitalseelsorge), die vor Ort bedarfsgerecht Hilfe anbieten. Finanziell, personell und kommunikativ unterstützen wir zudem Jugendverbände und Vereine / Projekte, die der Integration dienen (z.B. DeliA, Midnight Basket, Munterwegs) sowie inländische Hilfswerke wie Caritas, Kirchliche Gassenarbeit etc.

 

Entwicklungszusammenarbeit

Als universale Glaubensgemeinschaft versteht die römisch-katholische Kirche aber auch Menschen als «Nächste», die auf einem anderen Kontinent beheimatet sein. Auch sie verdienen unsere Anteilnahme und Unterstützung. Kirchliche Hilfswerke wie Fastenopfer u.a.m. nehmen diese Aufgabe wahr und werden von uns mit verschiedenen Aktionen und Spendensammlungen unterstützt. Zudem ist in jeder der fünf Pfarreien eine Gruppierung diakonisch aktiv, die inländische und ausländische Hilfswerke begleiten und unterstützen.

 

Zusätzlich budgetiert die Kirchgemeinde Emmen jährlich 50'000 Franken für Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Eine Arbeitsgruppe evaluiert die Spendengesuche sorgfältig und legt dem Kirchenrat eine Liste mit Vorschlägen vor. Dabei kommen mehrere Kriterien zur Anwendung:

  • Die Hilfswerke müssen renommiert sein und nachgewiesenermassen vor Ort gute Arbeit leisten.
  • Sie müssen eine Schweizer Kontoverbindung haben.
  • Sie müssen weltweit verteilt in verschiedenen Bereichen nachhaltige Arbeit leisten.
  • Wir erwarten eine Rückmeldung, wie unsere Gelder eingesetzt werden.

 

Seit 2018 unterstützen und begleiten wir jeweils ein Projekt über drei Jahre mit einem namhaften Betrag. Dafür erwarten wir eine Gegenleistung in Form eines Berichts für das Pfarreiblatt und/oder im Rahmen eines Gottesdienstes.

Katastrophenhilfe

Vom oben erwähnten Budget werden jeweils 5'000 Franken für Katastrophenhilfe reserviert. 2021 wurde dieser Betrag für die Erdbebenopfer in Kroatien gespendet:

 

«Am 29. Dezember ereignete sich in Zentralkroatien das schwerste, je in Kroatien registrierte Erdbeben. Knapp eine Woche später erschütterte ein weiterer Erdstoss das Gebiet. 2000 Familienhäuser wurden zerstört. Tausende weitere erlitten massive Schäden. Winterwetter und Corona erschwerten die Lage zusätzlich. Dies im als «Armenhaus Kroatiens» bekannten Gebiet um Petrinja, das im Kroatienkrieg in den 1990er-Jahren schwer umkämpft war. Der Kirchenrat Emmen hat einstimmig beschlossen, dem Aufruf des Bistums Basel Folge zu leisten und die Betroffenen mit 5000 Franken zu unterstützen. Diese Hilfe ist Teil der 50'000 Franken, die im Budget 2021 für Entwicklungszuammenarbeit und Katastrophenhilfe vorgesehen sind.

P. Branko Rados, Seelsorger der Kroaten-Mission Luzern, freute sich sehr über die grosszügige Unterstützung. Das Geld werde schwerpunktmässig in den Bau von Wohncontainern investiert.»

 

 

Im Pastoralraum Emmen-Rothenburg wohnhafte Personen sind eingeladen, unterstützungswürdige Projekte zu melden. Gesuche nimmt die folgende Stelle entgegen:

 

Sozialberatung Pastoralraum Emmen-Rothenburg

Schulhausstrasse 4

6020 Emmenbrücke

Telefon 041 552 60 55

E-Mail

 

Beispiele für unterstützte Projekte

Verein Mofu

Projekt El Chontaduro