Primarschulzeit

Im Religionsunterricht lernen die Kinder wichtige Elemente des christlichen Glaubens kennen.

 

1. und 2. Klasse

In den Emmer Pfarreien kommen die Kinder der 1. und 2. Klasse alle zwei Wochen in Lerngruppen am schulfreien Nachmittag zusammen. In Gruppen von 6 bis 12 Kindern erfahren sie den Umgang mit Regeln und Normen und entwickeln mithilfe der Schöpfungstexte Dankbarkeit für das Leben. Die Kinder erkennen, dass sie von Gott geliebt sind und in der Gemeinschaft einen wichtigen Platz und eine Aufgabe haben. Das Bewusstwerden von Angenommensein gibt ihnen Halt und Kraft. Mit Geschichten von Jesus lernen sie, wie wichtig Hilfsbereitschaft ist. Die Beziehung zu Jesus erleben sie als stärkend und ermutigend.

 

» Erstkommunion
» Versöhnung
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Für spezifische Informationen zum Religionsunterricht in Rothenburg klicken Sie bitte auf das Pfarrei-Icon.

3. Klasse mit Erstkommunionskurs

In der 3. Klasse bereiten sich die Kinder auf die Erstkommunion vor. Aufbauend auf den Grundlagen der ersten zwei Schuljahre wird den Kindern bewusst, dass sie mit dem Empfang des Heiligen Brotes die Beziehung zu Jesus vertiefen dürfen. Das Wort «Kommunion» bezeichnet die Teilnahme am Abendmahl und entstammt dem lateinischen «communio», das so viel wie «Gemeinschaft» bedeutet.

 

Erstkommunion ist nicht einfach ein herziges Fest. Die Kinder erhalten das Sakrament der Eucharistie zum ersten Mal. Dieses Geschenk dürfen sie in der Folge das ganze Leben lang freudig entgegennehmen.

 

Voraussetzung für das Besuchen des Erstkommunionskurses ist die Teilnahme am Religionsunterricht in der 1. und 2. Klasse. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Fachstelle RUK.

4. Klasse mit Versöhnungsweg

Der Unterricht in der Lerngruppe wird in Emmen ab der 4. Klasse durch Reli-Anlässe, die üblicherweise an einem Samstag oder Mittwochnachmittag stattfinden, ergänzt und bereichert.

 

In der 4. Klasse beschäftigen sich die Kinder mit dem «sich schuldig machen». Ziel ist, sich selbst zu reflektieren und sich bewusst zu werden, wie mit dem eigenen Verhalten das Zusammenleben gelingen oder auch erschwert werden kann. Mithilfe von biblischen Geschichten von Mose, Zachäus, dem barmherzigen Samariter und dem verzeihenden Vater lernen die Kinder, dass sich schuldig machen und Vergebung seit Jahrhunderten Generationen umtreibt. Auch Kinderrechte, die Goldene Regel und ein mögliches Leben in Dankbarkeit sind Themen.

 

Was früher die «Beichte» war, heisst heute «Sakrament der Versöhnung». Die Kinder machen sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Versöhnungsweg, um mithilfe von verschiedenen Stationen über ihr Verhalten in Familie, Schule und Freizeit, aber auch über ihre Beziehung zu Gott nachzudenken. Das Sakrament der Versöhnung, welches vom Priester gespendet wird, erzeugt bei den Kindern strahlende Augen, denn die Erfahrung, dass Gott liebt und verzeiht, stärkt und ermutigt. Ein feierlicher Gottesdienst zum Abschluss des Versöhnungsweges findet jeweils im Kreise der Gemeinde statt.

Religionsunterricht und Katechese in der 5. Klasse

Auch Kinder werden mit den Grenzen menschlichen Lebens konfrontiert und stellen in diesem Alter vermehrt (Sinn-)Fragen: Fragen nach Tod, Krankheit oder nach der Tragfähigkeit menschlicher Beziehungen. Im geschützten Rahmen des Religionsunterrichtes wird diesen grossen Fragen Raum und Zeit gegeben. In der 5. Klasse ist auch das Kirchenjahr ein grosses Thema. Wir Christen orientieren uns im Jahreskreis am Leben von Jesus. Das Wissen um die Bedeutung der Feiertage und der entsprechenden Rituale ist in der Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich verankert. Die Kinder lernen im Religionsunterricht wie auch in Feiern die tiefe Bedeutung der Feste und Rituale des Kirchenjahres.  

Mit Gottes Segen in die Oberstufe

In der 6. Klasse befassen sich die heranwachsenden Jugendlichen mit der Entstehungsgeschichte der Bibel. Biblische Geschichten zu deuten und zu verstehen, sich auf die Heilige Schrift einzulassen und den Lebensweltbezug zum eigenen Leben herzustellen, stellt für die Jugendlichen wie auch die Katechetinnen und Katecheten eine spannende Herausforderung dar.

 

Seit vielen Jahren werden die Jugendlichen an ihrem Lebensübergang in die Oberstufe in einer Segensfeiern gestärkt und bestärkt, mutig die nächsten Schritte unter die Füsse zu nehmen - im Bewusstsein, dass sie von Gott begleitet sind.